3. Oktober 2009 - 1. September 2010

Der Blog kommt nach Hause…

…ich habe immer versucht viel Text zu vermeiden, aber da dies mein letzter Eintrag sein wird wollen wir mal nicht an Worte sparen;)

Meine Abschiedsfeier heute war auf ihre eigene Art und Weise bewegend und doch waren wir alle glücklich. Wir haben zusammen auf unsere gemeinsamen Tage zurück geschaut und haben festgestellt das wir eine richtig gute Zeit hatten. Daraufhin wurde ich als offizielles Don Bosco Mitglied bestätigt und habe jetzt immer eine Anlaufstelle in Indien :)

Morgen bringen sie mich dann noch zum Bahnhof und verabschieden uns dann dort das letzte Mal…

Zum Abschied wurde mir eine sehr nasse und geruchsintensive Blumenkette umgelegt….

…dann kam noch der Don Bosco Umhang dazu, wobei ich mir gerade nicht mehr sicher bin ob ich hier über den Umhang gelacht habe oder über die fortgeschrittenen Bohrarbeiten in Father Tom`s Nase :D Über die Ehre die mir hier zuteil wird bin ich mir jedoch bewusst ;)

Die Tanzeinlagen wurden mit ohrenbetäubendem Pfeifen begleitet, aber daran ist man ja langsam gewöhnt;)

…und da saßen wir das letzte Mal zusammen, das letzte Mal mit Finger aus einem Blechteller essen und das letzte Mal mit den Jungs in einer Runde. Sie werden mir auf jeden Fall fehlen.

Die Zeit im Straßenkinderhaus und die Erfahrung die ich dort sammeln durfte werde ich wohl für immer mit mir tragen und dafür bin ich einfach nur dankbar!

Über die Ranshids außerhalb sieht es jedoch ganz anders aus:D

Ich könnte hier jetzt 100 verschiedene Zusammenfassungen über Indien, die Menschen, die Kultur und das Land schreiben und doch würde keine wirklich zutreffen. Indien ist einfach ein zu komplexes Land, das habe ich immer wieder zu spüren bekommen, aber trotz alledem habe ich gelernt damit umzugehen.

Ich mein wenn der Zug vier Stunden Verspätung hat, dann ist das so…..wenn es jeden Tag Reis gibt, dann ist das so…..wenn jeden Tag die Sonne brennt und du nur am schwitzen bist, dann ist das so…..wenn jemand sagt er kommt um 15 Uhr und taucht erst zwei Stunden später auf, dann ist das so…..wenn dir das indische Essen die Zunge wegbrennt, dann ist das so…abgesehen davon das dir das Essen gar nicht schmeckt, dann ist das eben auch so :D                                      

Manchmal war es herausfordernd in eine fremde Kultur einzutauchen und Dinge zu akzeptieren wie sie sind. In vielem habe ich mich angepasst, in vielem kann und will ich mich nicht anpassen. Auch nach 11 Monaten kann ich vieles nicht wirklich begreifen und erfassen. Das ist aber in Ordnung, denn ich denke dass ich das Beste für mich  aus „meinem“ Indien gemacht habe.

Insgesamt blicke ich auf dieses Jahr mit sehr positiven Erinnerungen zurück. Ich habe viel gelernt, viele neue Menschen kennen gelernt, viel geschwitzt und auf den ganzen Reisen viel gesehen und erlebt. Es war ein krasses Jahr und wünsche jedem eine solche Erfahrung machen zu dürfen.

So wie es aussieht wird das wohl wirklich der letzte Eintrag in diesem Blog sein. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle bei meiner Familie, meinen Freunden, meinen Spendern und meiner Organisation bedanken. Menschen die mir erstens das Jahr ermöglicht haben und zweitens, die mich über das Jahr hinweg unterstützten, in welcher Form auch immer.

Vielen Dank dafür!

Was bleibt zu sagen, viele Ranshids sind böse und wollen dich abzocken, ausgenommen davon sind jedoch Kinder und Alte, aber da dazwischen, nimm dich in Acht;)

…bis Mittwoch, falls jemand einen Ranshid sehen will:

Arrival 22:45, Airport Stuttgart

Terminal 1, British Airways


Call Call Callcenter

…so eine Katastrophe:D

Ok, ich hab mich gestern Abend mit einem Typen aus Mumbai getroffen der hier ein Call Center eröffnet hat. UK und Australien wird bereits abgedeckt und nächsten Monat starten sie mit Deutschland Anrufe und ihr könnt sicher sein das eure Nummer dabei ist, nicht mehr schön was die für riesige Telefondatenbanken haben. Somit wurde auch das letzte indische Klischee erfüllt;)

Auf jeden Fall haben wir uns ganz gut unterhalten, er ist echt ein cooler Typ und hat auch noch ein paar Stellen frei. Alles klar, Raj  Kumar, mein ranshid freund, kann seine Schulgebühren nicht mehr bezahlen und braucht so schnell wie möglich einen Job. Und da ich sowieso sein Call Center besuchen wollte, sollte ich doch morgen mal mit Raj bei ihm zu einem Vorstellungsgespräch vorbeikommen.

Nächster Morgen. Raj kommt mit einem handgeschrieben Lebenslauf ohne Schulzeugnis, ERSTER Skandal. Dann klingelt auf einmal sein Handy ZWEITER Skandal und zu guter Letzt hat er noch zwei Freunde mitgebracht die eventuell auch interessiert wären. Da kamen dann wirklich zwei so Ranshid Clowns rein, der Eine mit ohrenbetäubendem Kaugummi kauen, dessen Mund so weit offen war das ich beide Lungenflügel sehen konnte, der Zweite fängt auf einmal an zu telefonieren und beide hatten sowieso kein Lebenslauf dabei. So viel dazu:D

Ich dachte ich hätte Raj einen Chance eröffnet, aber so wird das sicher nichts:D Am Montag bekommen sie alle Drei noch einmal eine letzte Möglichkeit. Eine “benimm-dich-liste” hab ich schon zusammen gestellt ;)

Immerhin hab ich jetzt auch einmal ein indisches Call Center von innen gesehen und weiß jetzt wer mir daheim irgendwelche Produkte andrehen will. Das größte Problem mit dem sie konfrontiert werden ist das die meisten Menschen gleich wieder auflegen,…mhh warum nur :D

der die das Letzte…

Die letzte Sonntagsaktion in diesem Jahr ist vorbei und ein voller Erfolg gewesen.

Aber davor möchte ich mich noch ganz kurz über unseren neuen father (chef) äußern. Dieser “”homullus ex argilla et luto fictus” “, man will hier ja keine Ausdrücke nennen, hätte fast den ganzen Tag ruiniert. Samstags versicherte er mir noch ganz fest das wir den Lastwagen von Don Bosco haben könnten und schickte mir sogar noch den Fahrer vorbei um die Route zu besprechen.

Sonntag früh; alles läuft wie geplant, die Jungs haben bei mir extra um 5Uhr morgens das begehrte Chicken abgeholt damit das Mittagessen rechtzeitig zur geplanten Abfahrt fertig wird. Um 9Uhr bekomme ich einen Anruf vom Straßenkinderhaus ” ja chris, father hat gerade angerufen und er will uns den Lastwagen jetzt doch nicht geben und der Fahrer hat sowieso Urlaub”. BITTE WAS? Etwas total aus der Luft gegriffenes, etwas das man nie verstehen wird, genau das nennt man indisch!

Genug dazu, der Tag hat zum Glück noch eine gute Wendung genommen…

Woher auch immer haben die Jungs einen Kleinlaster samt Fahrer besorgt, der uns dann doch noch an den heiligen Tempel bringen konnte…

…da saßen wir also. 21 Kinder und Erwachsene auf der Ladefläche, 3 Töpfe voll mit Essen und allerlei Sportgeräte…aber immerhin die Unterlage unserer Strandbar aus der Wohnung als Sonnendach:D

…drei Stunden wurden wir hin und her geschmissen und landeten nicht allzu selten bei Notbremsen an der Fahrerhauswand;)

…falls wir gerade mal nicht durch die Gegend flogen haben wir imaginäre Verfolger abgeschossen…

…oder die Trinkwasserkanne wurde zur Trommel umfunktioniert. So fuhren wir lauthals singend, schießend und mehr oder weniger sitzend unserem Ziel entgegen…

Mittags haben wir dann eine Pause eingelegt um das Flatrate- Essen zu servieren. Am letzten Tag sollte es soviel Fleisch und Reis geben bis alle komplett satt sind….

…ich war den Reis zwar schon länger satt, aber den anderen hat es auf jeden Fall geschmeckt;)

Kumar, ein neuer Junge von uns, hat mich meinen Impfungen mal wieder danken lassen. Er ist als Kind an Polio erkrankt und als Folge davon ist sein rechtes Bein gelähmt.

Ganz einfach, nicht geimpft, erkrankt, gelähmt… und ich komm hier mit 14 verschiedenen Impfungen an und reg mich noch über das Alkoholverbot am Tag der Impfung auf; soviel dazu^^ Deutschland ist ein tolles Land, musste ich immer wieder feststellen.

Im Tempel angekommen durften sie dann endlich ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen, schwimmen schwimmen schwimmen…es gibt nichts Besseres. Für was der Tempel an sich stand wusste zwar niemand, aber sie konnten darin schwimmen…und das sollte nicht das letzte Mal gewesen sein…

…auf dem Rückweg wurde es schon ein bisschen früher dunkel als sonst…

…und zwei Minuten später fegte mal kurz ein kleiner Cyclon auf unseren Lastwagen nieder. Aber unter der Schutzhülle fühlten wir uns sogar fast geborgen;)

Sicher, zufrieden und ein bisschen durchnässt kamen wir wieder in Kurnool an und das trotz unseres “homullus ex argilla et luto fictus” ;)

Außerdem möchte ich mich noch ganz herzlich bei Goa-Bangalore Simon bedanken, der mit seiner großzügigen Gabe den Tag ermöglicht hat :)

Sri Lanka und der erste Massage- Dieb

Sir Lanka ist natürlich auch wieder eine Geschichte für sich…

Abgesehen davon das wir fast einmal komplett durch die ganze Insel gereist sind um den perfekten Strand zu finden, haben wir doch viele neue Bekanntschaften gemacht die von Freiwilligen, Skilehrern aus der Schweiz, über einen Dieb am Strand bis hin zu Ex- Militärs die gegen Piraten kämpfen reichten.

Colombo

Da es bei den Casinos auf Sri Lanka anscheinend keine Altersbegrenzung gibt(wer eine Kreditkarte dabei hat darf rein) sind wir also mit einer unerschütterlichen Gewinnereinstellung los gezogen… ich muss sagen, ich hatte wirklich ein gutes Gefühl…

Wie gesagt, die Hoffnung zu gewinnen war da, doch die richtigen Karten fehlten…umso deprimierender war es das schon nach 20 Minuten traurig viel Geld verschwunden war und ich somit meinen Platz für einen dicker gefüllten Geldbeutel räumen musste. Da die Anderen noch im Spiel waren, saß ich also schmollend am Rand und überlegte mir was ich für das verlorene Geld alles hätte machen können ;) naja egal..weiter gings…

Erste Etappe: Colombo- Batticaloa

Nach der Zugfahrt, die über die ganze Insel vorbei an zerstörten Häusern und unzähligen Militärstellungen verlief, ging es dann erst mal an den Strand. Unser Gasthaus war sogar so freundlich uns ihre Frauenfahrräder mit befestigtem Gemüsekorb auszuleihen…

…jedoch bemerkten wir sehr schnell das unsere gewaltige Beinmuskulatur sich auch in Indien nicht verbessert hatte und somit mussten wir auf andere Mittel zurück greifen… wie zum Beispiel an vorbei fahrende Traktoren ;)

… am Strand wartete auch schon das erste Riff tauchen…noch mal eben gecheckt ob die Brille richtig sitzt…

… und los gings die schönen Fische suchen. Zwar haben wir nicht allzu viele der versprochenen Fische gesehen,….

…aber dafür war das Glasboot umso interessanter:D

Zweite Etappe: Batticaloa- Unawatuna

Auf unserer Weiterreise Richtung Süden hat sich tatsächlich einer der tausend Soldaten mit uns ablichten lassen. Verrückt wie da alles abgesichert ist. Wenn du mit dem Auto 10km fährst wirst du mindestens 2mal kontrolliert und ausgefragt.

Unten angekommen, in Unawatuna, ähm ja, gab es eben wieder Strand und ein bisschen Goa feeling mit den ganzen Strandbars;)

Aber es ist nicht nur ein Strand sondern auch ein Tatort. Der Ort an dem ein einfacher Strandmasseur ins Reich der Diebe überlief…schlimm schlimm

Polizeiliches Schreiben 11.08.2010 Tat: Diebstahl

14:00 Uhr: Aufeinandertreffen des Diebes und des Bestohlenen C.J.

14:04 Uhr: Masseur fängt an C.J. mit Öl einzureiben, jedoch ohne dessen Einverständnis

14:06 Uhr: C.J. bemerkt ein Rucken seines Gelbeutels unter dem Handtuch. Beim Überprüfen springt ihm eine herausstehende 500RS Note ins Auge.

14:06 Uhr und 2 sek: C.J. bemerkt ein nervöses Flackern in den Augen des Diebes

14:06 Uhr und 4 sek: Dieb steht ruckartig auf und verlässt postwendend den Strand durch ein Loch im Zaun

14:06 Uhr und eine Sekunde zu spät: C.J. nimmt mit seinem Kumpanen die Verfolgung auf. Trifft jedoch nur eine gähnend leere und merkwürdig stille Gasse an.

…fehlte nur noch das ein Heuballen über die Straße geweht wurde^^

Ende der Geschichte sind 2000 gestohlene Rupien,15€. Auch wenn man dort für die an sich geringe Summe um einiges mehr kaufen kann.

…dafür haben wir abends tatsächlich Snoop Dogg mit Afro in einer der Bars entdeckt, ich mein ey Snoop Dogg :D

…meinen Geburtstag haben wir genauso gefeiert wie ich ihn mir vorgestellt hatte…mit coolen Leuten am Strand, mit einem Bein auf der Tanzfläche und dem anderen im Meer…und als dann noch um 12 der Strand “Happy Birthday” gesungen hat war alles perfekt:)

Das ist Inge, unsere Restaurant Inge und hat eindeutig einen Platz im Blog verdient. Mama Inge versorgte uns 3x täglich mit fabelhaftem Essen und machte uns sogar ein Anti-Kater-Frühstück nach meinem Geburtstag, sie ist einfach die Beste :D

Und dann ging es auch schon wieder nach Hause. Ein letzter Blick aus dem Zug in Richtung Meer und auf Wiedersehen Sri Lanka.

…und so heißt es auch bald für Indien.

Birthday in India

Letzten Samstag habe ich noch meinen Geburtstag mit den Jungs nachgefeiert. (Sri Lanka kommt)

Alles in allem war es ein ungewöhnlicher aber jedoch  besonderer Geburtstag. Eigentlich sollte es einfach nur eine ungezwungene Feier werden. Aber dieses Vorreden oder Vorgespiele regt mich hart auf. Der eigentlich “Verantwortliche” vom Straßenkinderhaus ist wieder zurück gekommen und brachte gleich wieder dieses zwanghaft indische rein…

….am Anfang wurden den Kindern erst einmal wie Dummen erklärt das ich Geburtstage habe, das ich einen extrem leckeren Kuchen mit gebracht habe, sie dankbar sein sollen und auf Kommando klatschen sollen….ich mein was soll das, das sind Kinder und wenn es ihnen nicht schmeckt werden sie es schon sagen und falls sie klatschen wollen können sie das tun, aber dieses gezwungene Getue geht mir echt hart gegen Strich^^

…als ich die Sache dann unterbrochen habe und einfach meinen Kuchen anzündete lockerte sich die Stimmung langsam…

…die Kinder durften wieder ihrer selbst sein und der Kuchen schmeckte ihnen tatsächlich,   auch ohne das er es musste^^

…. der Geburtstagssegen hat dann auch die letzten Hemmungen gelöst….

…und am Ende wirkte dann der Zucker in Form von zuviel Energie;)

…hat auch ohne die bestechlichen Scheine geklappt

Die Motorradprüfung in Indien, interessant interessant…

Abgesehen davon das sie nur knappe 4 Stunden gedauert hat, waren wir doch sehr auf den Prüfungsablauf gespannt. Erst sind wir von einem Besserwisser zum Nächsten geschickt worden, wie sie da so sitzend hinter ihren dicken Schreibtischen saßen und selbst nicht wussten wofür sie überhaupt bezahlt wurden. Dann war unser Dokument, das wohlgemerkt ein Polizist ausgefüllt hat, nicht korrekt und als dann endlich der ganze Papierkram erledigt war wussten wir nicht wie es weiter ging…

…da saßen wir also mit zittrigem Gasfuß, großem Bangen und dem Bestechungsgeld in der Tasche und warteten auf die nächsten Anweisungen…

…im Endeffekt mussten wir eine extrem schwere Strecke abfahren…ein Moment…

Also die Hälfte der Strecke konnte der Polizist gar nicht sehen und bei dem Rest hat er nicht geschaut:D Außerdem war man nicht alleine auf der Teststrecke, nein nein, 2 riesen Lastwagen fuhren mit mir gleichzeitig die Strecke ab und somit endete es in einem nicht geplanten Überholmanöver, ich mein sie waren zu langsam^^

Was jedoch zu beachten war, den Blinker in jeder Kurve zu setzen, und nein das nicht nur bei einer Abbiegung sondern den kompletten Kurvenverlauf. Hab zwar noch nie was davon gehört aber egal, ganz tapfer bin ich blinkend und piepend rumgefahren:D

Also wenn man während der Fahrt keinen Herzinfarkt bekommt oder das Motorrad nicht zufällig explodiert, dann ist es eher schwer durch zu fallen, sehr schwer;)

Das eigentlich witzige an der Sache ist, das alle Absolventen, egal ob für Auto, Lastwagen oder Motorrad sie mit ihren eigenen Fahrzeugen zu ihrer Prüfung fahren?!?! Also ich würde ja an der Auffahrt eine Führerscheinkontrolle hinstellen…

Colour Day

Sonntag Nummer 44, die Ideenkiste war schon einmal größer:D Was konnte man also noch machen wobei die Kidis ihren Spaß haben und es aber auch gleichzeitig in Erinnerung bleibt, in fester Erinnerung….

….Handabdrücke… Farbe gekauft und los ging die Sauerei…

…die Kleinen hatten auf jeden Fall ihren Spaß damit, auch wenn sie noch nicht wussten was genau das für Farbe war…

… weil Chris dachte sich dabei nicht allzu viel und kaufte mal kurz Lackfarbe, die eben nicht grundlos Lackfarbe heißt und somit auch nicht mehr allzu gut abging…aber 2 Liter Benzin reichten dann aus um die 40 Hände sauber zu bekommen. Ist ja nicht so dass sie mit den Händen essen müssten^^

Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen und die Lackreste an den Händen werden sie zumindest die nächsten 4 Wochen noch daran erinnern;)

Abends kam dann noch ein Sponsor dem ich von meiner Arbeit erzählt hatte und er es so gut fand das er dieses Sonntag mit Kuchen, Bananen und Süßigkeiten vor der Türe stand.

Natürlich haben auch wir unseren Beitrag geleistet und “Hejo, spann den Wagen an” als Canon in die Menge gequietscht:D

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An diesem Wochenende waren auch noch Simon, sein Bruder und ne Freundin hier und haben Kurnool zum ersten Mal ein bisschen chillig gemacht…

…und da ich den Schlüssel für das neue Straßenkinderhaus habe, hatten wir das ganze Haus für uns und haben erst mal auf dem Dach gechillt…abgesehen von tiefsinnigen, geistreichen und weitreichenden Diskussionen haben wir uns schon einmal auf den bevorstehenden Urlaub vorbereitet;)

…aber davor musste noch der gute Spiderman dran glauben. Er wurde mal wieder schneller zerstört als er schauen konnte. Leider war auch er nicht Straßenkinderfest und deshalb haben wir ihm wenigstens einen würdigen Abschied auf dem 4000 Streichhölzerbrett bereitet….

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…und wer ganz genau hinschaut sieht ihn von uns gehen;)

Es war wahrlich ein trauriger Moment, aber auch die Besten müssen einmal gehen…

Die Zeit läuft langsam`schneller…

…was nicht heißt das wir untätig geworden sind. Gestern hatte ich dann das Gespräch mit dem Kleidersponsor. Doch er gibt sie nicht auf “Bettelbasis” sondern die Kinder müssen dafür zwei Stunden an einem Projekt ihrer Wahl arbeiten…

…und sie haben sich dafür entschieden die Straße zum Straßenkinderhaus zu verbessern und den Weg zu ebnen…

…und sonst, die neuen Kleinen trauen sich langsam aus ihrer Mama-Schutzzone, auch wenn die Türschwelle noch ein großes Hindernis darstellt^^

…und ich durfte einmal die Arbeit eines Wassergefäß- Trägers ausprobieren. Aber ist nicht ganz so meine Richtung den ganzen Tag etwas rum zu schleppen…, abgesehen davon das am dritten Tag keine Schulter mehr vorhanden ist^^

Dieses Wochenende kommt Simon, sein Bruder und ne Freundin nach Kurnool um auch mal das andere Leben zu erfahren^^ Danach gehts nach Sri Lanka meinen Geburtstag feiern:)

Die Berühmtheit nimmt zu ,)

Vor zwei Tagen war bei uns ein Reporter der sich das Straßenkinderhaus genauer anschauen wollte. Anscheinend wollte er auch einen Artikel darüber schreiben..wäre ja nichts Neues da öfters “Reporter” kommen^^Aber dieses Mal hat es tatsächlich gestimmt….


und es hat etwas gebracht. Wir wurden gleich heute von einer gemeinnützigen Organisation angerufen die gerne Kleider spenden möchte^^


Was eine Überraschung

… in vielerlei Hinsicht. Ich selbst bin eher mit zurückhaltenden Erwartungen in den Zirkus gegangen aber das Programm wurde dann doch ganz spannend gestaltet. Die Kidis haben es auf jeden Fall genossen…

….und sobald die Elefanten rein kamen wurde das Geschrei laut:)

… aber auch dem Jongleur wurde große Aufmerksamkeit geschenkt…

…doch ab und zu war die Vorstellung auch genau so spannend…

:D

Aber über eine Sache könnte ich mich immernoch aufregen. Warum sind die Inder so Applaus faul, das gibts gar nicht. Da quetscht sich so ein Mädchen mit ihrem um 360°verdrehten Körper in eine 30cm große Box, steht danach vor dem Publikum, verbeugt sich, wartet auf Applaus und nichts als Stille, einfach nur eine gaffende”ah wir sind Inder und klatschen nicht” Stille….abgesehen von unserer Truppe, der befohlen wurde laut zu klatschen und zu schreien, irgendjemand muss es ihnen ja beibringen^^

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